WICHTIGE INFOMATIONEN AUF EINEN BLICK:

 

WARUM EIN HILFSVEREIN?
Rund 500.000 deutsche Touristen kommen jedes Jahr nach Thailand. Schätzungsweise 20.000 Deutsche haben sich auf Dauer in Thailand niedergelassen – darunter eine rasch zunehmende Zahl von Senioren und Rentnern. Und in Deutschland kann man von rund 100.000 deutsch-thailändischen Ehen ausgehen. In großer Zahl handelt es sich um Verbindungen älterer deutscher Männer mit jungen thailändischen Frauen. Diese Partnerschaften unterliegen einem starken Rückkehrdruck nach Thailand, da die Integration in Deutschland vielen Thailänderinnen schwer fällt. Es gibt auch eine erhebliche Zahl in Thailand mit Thailändern verheirateter deutscher Frauen, die häufig nicht über eine ausreichende Altersversorgung verfügen. Thailand kennt keine Versicherungspflicht. Diese nüchternen Fakten sprechen für eine Fülle sozialer Probleme in Thailand, die über die Hilfsmöglichkeiten der deutschen Botschaft weit hinausgehen – endet doch das deutsche Sozialrecht (mit nur wenigen Ausnahmen) an der deutschen Grenze.

WIE WIRD GEHOLFEN?
Der Verein verfügt über ein Netzwerk engagierter Mitglieder in ganz Thailand. Eine Sozialstation mit eigenem Büro in Bangkok koordiniert den Einsatz. Über die Hilfsmaßnahmen entscheidet ein fünfköpfiger Vergabeausschuss. Um schnell zu helfen, werden auch Kleinkredite gewährt. In jedem Fall werden alle Anträge kritisch geprüft – und müssen manchmal auch abgelehnt werden.

DER DEUTSCHE HILFSVEREIN THAILAND E.V.
Der Deutsche Hilfsverein Thailand e.V. wurde auf Initiative des deutschen Botschafters in Bangkok, Dr. Christoph Brümmer, im September 2006 in Berlin gegründet. Der beim Amtsgericht Charlottenburg/Berlin unter VR 26074 B registrierte Verein hat z. Zt. sechzig Mitglieder und dient anerkannt mildtätigen Zwecken. Er hat das Recht, steuerabzugsfähige Spendenbescheinigungen in Deutschland auszustellen. Die Registrierung in Thailand erfolgte unter อขต 1 / 2551 beim Arbeitsministerium. Die Mitarbeit im Verein ist ehrenamtlich. Der Verein finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Veranstaltungserlösen. Haupteinnahmequelle ist das unter der Schirmherrschaft der Deutschen Botschaft und der Deutsch-Thailändischen Handelskammer jährlich im Oktober in Bangkok stattfindende „Fest der Deutschen“.

WELCHE HILFE WIRD GELEISTET – WELCHE NICHT?
Satzungsgemäß will der Verein „in Thailand in Not geratenen Personen vorwiegend deutscher Staatsangehörigkeit” helfen. Der Verein gewährt auch rechtliche Beratung, psychosozialen Beistand und zählt Kinder-, Jugend- Kranken- und Altenhilfe sowie Häftlingsbetreuung zu seinen Aufgaben. Fahrlässigkeit, Verantwortungslosigkeit und Leichtsinn honoriert der Verein nicht.

KRITERIEN UND GRUNDSÄTZE

  • Jedes Hilfeersuchen wird sorgfältig geprüft. Kein Fall wird von vornherein ausgeschlossen.
  • Vorrangig ist Hilfe zur Selbsthilfe.
  • Hilfe nur nach „angenommener” Beratung
  • Hilfe möglichst nur mit Zukunftsperspektive (keine Almosen).
  • Hilfe nur, wenn feststeht, dass keine andere Hilfe möglich ist (z.B. durch Verwandte, Freunde, die Botschaft).
  • Finanzielle Hilfe in aller Regel nur gegen Rückzahlungsverpflichtung.
  • Kleinere Hilfen im festgelegten Verfügungsrahmen der Leiterin der Sozialstation in Bangkok sowie der Honorarkonsuln der Bundesrepublik Deutschland Hagen Dirksen (Chiang Mai) und Dirk Naumann (Phuket) – beide Vereinsmitglieder.
  • Größere Hilfen nur nach Mehrheitsbeschluss des gewählten Vergabeausschusses.
  • Mit Ausnahme der hauptamtlich angestellten Mitarbeiter der Sozialstation arbeitet das Netzwerk des Hilfsvereins ehrenamtlich und ohne Vergütung; Auslagen werden erstattet.
  • Transparenz ist oberstes Gebot: Die jährliche Bilanz und der Geschäftsberichtes des Vorstandes können in der Sozialstation (nach Absprache) von jedermann eingesehen werden.

Der Deutsche Hilfsverein Thailand sorgt für regelmäßige Kranken- und auch Häftlingsbesuche im ganzen Land. Dafür arbeitet er auch mit thailändischen Hilfsorganisationen zusammen. Unserer Hilfe für deutsche Staatsangehörige kommt oft auch deren thailändischem Umfeld zu Gute.